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  • Die Kissenknickerin

    Die Kissenknickerin 39 Jahre alt,
    1 Freund,
    Requisiteurin bei
    Film und Fernsehen
  • Was gesehen und nicht im Shop gefunden?

    Fast alles, was ihr hier an Genähtem seht, ist verkäuflich. Es ist durchaus möglich, dass das ein oder andere noch nicht im Shop ist. Da komme ich manchmal nicht hinterher. Schreibt mich also einfach an, wenn Euch was gefällt.
  • Unterwegs

    Kissenknick unterwegs in Antwerpen

    Freitag, 20.November 2015

    Liebe Alle,

    dass ich ein bekennender Belgien-Fan bin, könntet Ihr wissen.
    Nun hab ich ja den Vorteil, dass ich nicht ganz so weit weg wohne und obwohl man von Köln aus nur knappe 1,5 Stunden braucht, fahre ich da tatsächlich viel zu selten hin.
    Ich hab aber diesmal die Gelgenheit genutzt und letztes Wochenende meinen Freund besucht, der derzeit in der Nähe von Antwerpen als Caterer bei dem Film „Iron Sky2“ arbeitet.

    Auf dem Hinweg hab ich mich schon sehr darüber gefreut, dass die Autobahnen ja beleuchtet sind,
    denn ich fahre nicht so gerne im Dunkeln Auto.
    Kurz bevor ich dann von der Autobahn runter musste, bin ich noch an Herentals vorbeigefahren und
    erinnerte mich wieder daran, dass ich ja eigentlich zu einem 8tel Belgieren bin :-)
    Der Vater meiner Oma war Belgier und kam von dort. Ich kann mich erinnern, dass mir meine Mutter mal von ihren Besuchen als Kind dort erzählt hat.
    Leider weiß ich nicht so viel darüber und alle, die ich fragen könnte, sind leider tot.
    Also falls jemand eine Famile van Mogh aus Belgien/ Herentals kennt…..(so hieß meine Oma gebürtig)

    Nun denn, angekommen, bin ich Freitag erstmal beim Bergfest (So nennt man die Halbzeit-Party einer Filmproduktion) von Iron Sky 2 gelandet.
    Das war echt super da. Tolle Location, Nette Leute und gute Musik. Normal sind diese Partys nur für Mitarbeiter, aber da mein Freund ja da arbeitet, durfte ich ausnahmsweise mit :-)
    Da die Party etwas länger ging, sind wir Samstag nicht ganz so gut aus dem Bett gekommen und dann erst gegen Mittag nach Antwerpen reingefahren.
    Wir haben nämlich so 30 Minuten ausserhalb  auf dem Studiogelände übernachtet. (Ich sag Euch, die Film-Figuren, die da dann montags rumliefen…..ich hab gedacht, ich wäre bei Star Trek…super Maske!!!)

    antwerpen_innenstadt_groote-markt

    Leider hat es den ganzen Tag geregnet und es war echt ungemütlich draussen.
    Dennoch sind wir ne ganze Weile durch die Stadt gelaufen und haben uns umgeschaut.

    Ich hatte vorher ein bißchen andere Blogs gelesen und mir das Buch „The 500 hidden secrets of Antwerp“ gekauft,
    so dass ich ungefähr wusste, wo ich auf jeden Fall hinwollte.

    Beim Schlendern sind wir zunächst im Stadsfestzaal gelandet.
    Ein echt sehr beeindruckendes Gebäude mitten in der Innenstadt, wo derzeit kleine Pop-Up Stores in der Mitte sind.

    antwerpen_staadsfestzaal

    Weiter durch Wind und Wetter wollte ich unbedingt in die Kloosterstraat, die für ihre ganzen Vintage-shops bekannt ist. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht.
    Neben skurilen Clown-Helmen, Glas-Glocken und Tierfuß-Garderoben sammelte sich so allerhand Zeug aus diversen Jahrzehnten an. Wer gern trödelt, sucht und kruscht, antikes, vintage oder skurilles mag, ist hier definitiv richtig aufgehoben. Hier findet man für jeden Geschmack was.

    antwerpen_kloosterstraat

    Weiter auf dem Weg zu HAY, dem dänischen Designladen, sind wir dann noch im Tomorrowland Shop vom gleichnamigen Festival gelandet. Ich hatte da wohl zuvor schonmal von gehört, aber nachdem ich die ganze Geschichte gelesen habe und auf Bildern und in Videos die Bühnenbilder, Performances etc gesehen habe, muss ich sagen: Ich bin schwer beeindruckt. Besonders von den Bühnenbildern und der ganzen Gestaltung des Festivals, was wirklich mit sehr sehr viel Liebe zum Detail gestaltet ist. Das ist auch im Laden zu spüren. Wenn nicht die Karten immer binnen weniges Sekunden ausverkauft wären, würde ich es ja nächstes Jahr glatt mal besuchen, nur, umd as mal Live zu erleben (ist eigentlich auch gar nicht meine Musik, aber egal)

    antwerpen_hay antwerpen_tomorrowland

    Am Sonntag sind wir dann dem Tipp in meinem Reiseführer gefolgt und zu „‘t Eilandje“ gefahren. Dort sind wir erstmal ins MAS-Museum oben in die Panorma-Etage gegangen und haben den Ausblick (auch leider wieder bei nicht ganz so gutem Wetter) genossen.antwerpen_hafen antwerpen_mas-museum
    Zufällig haben wir dann von oben ein Street Food Festival entdeckt, was sowohl draussen als auch in einem alten Hafenspeicher war.
    Wirklich toll.

    antwerpen_streedfoodfestivals_hafenpeicher antwerpen_streetfoodfestival

    Von dort aus sind wir dann nach einem leckeren Cappuccino in der echt urigen Bar „Bar du Port“ noch zum Sint-Anna-Tunnel gelaufen, der von 1932 ist und den man über eine hölzerne Rolltreppe erreicht.
    Er führt unter der Schelde entlang.

    antwerpen_sint-anna-tunnel_schelde antwerpen_sint-anna-tunnel

    Montag bin ich dann schon wieder zurück.
    Ursprünglich war geplant, dass ich nach Brüssel fahre, weil ich endlich mal das Atomium sehen will :-), aber aufgrund der aktuellen Ereignisse der Anschläge in Paris und der damit verbundenen Festnahmen und Durchsuchungen in Brüssel, hab ich meinen kleinen Abstecher lieber verschoben.
    Dafür bin ich dann auf dem Rückweg über Hognoul in der Nähe von Lüttich gefahren, wo ich den wirklich abgefahrensten Stoffladen Les tissus chien vert besucht habe.
    Es gibt ein Schiff in der Mitte und einen Oldtimer mit Ladefläche, welcher als Zuschneidetisch dient…
    In das Schiff darf man sogar reingehen.
    Natürlich hab ich auch ein bißchen Stoff gekauft. ;-)

     

    luettich_lestissuschienvert_Schiff luettich_lestissuschienvert_stoff luettich_lestissuschienvert_stoffrollen

     

    So, wer bis hierhin gekommen ist: Vielen Dank fürs Lesen. :-)
    Ich fahre mit Sicherheit wieder nach Belgien.
    Ich will ja unbedingt mal nach Brüssel. Atomium und Männeken Pis, was es -seit ich denken kann- bei uns als Weihnachtsgöckchen gibt :-), sehen.

    Jetzt wünsche ich Euch erstmal ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße, Eure Kissenknickerin Julia